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Komplette Neuzustellung von Feuerraum und Übergangsbereich einer Müllverbrennungsanlage mit zwei Linien – termingerecht im Revisionsfenster bei null Sicherheitsvorfällen.
Der Betreiber einer kommunalen Müllverbrennungsanlage mit zwei Verbrennungslinien in Norddeutschland stand vor der turnusmäßigen Generalrevision. Die feuerfeste Auskleidung beider Feuerräume sowie der Übergangsbereich zum ersten Kesselzug zeigten nach über drei Jahren Dauerbetrieb fortgeschrittene Verschleißerscheinungen. Chloridbedingte Korrosion, Erosion durch Flugasche und lokale Verschlackungen hatten die Reststeindicken in mehreren Zonen auf kritische Werte reduziert. Die Neuzustellung musste innerhalb des jährlichen Revisionsfensters erfolgen, wobei die beiden Linien nacheinander abgearbeitet wurden.
Aggressive Rauchgasatmosphäre mit hohen Chlorid-, Alkali- und Schwermetallanteilen verursachte massiven chemischen Angriff auf die SiC-Auskleidung
Komplexe Geometrie im Übergangsbereich zwischen Feuerraum und erstem Kesselzug erforderte aufwendige Schalungsarbeiten für Feuerbeton-Gussteile
Enge zeitliche Abstimmung mit über 20 parallelen Revisionsgewerken – von der Rostinstandhaltung über Kesselbau bis zur E-Technik
Strenge Sicherheitsanforderungen auf der Großbaustelle mit bis zu 200 Personen verschiedener Gewerke gleichzeitig
Bereits sechs Monate vor der Revision führten wir eine detaillierte Begehung und Planung durch. Das Zustellungskonzept wurde auf die spezifische Abfallzusammensetzung und die Betriebsparameter der Anlage abgestimmt. Für den Feuerraum wählten wir verschleißfeste SiC-Steine mit optimierter Korngröße und chemischer Zusammensetzung, für den Übergangsbereich hochtemperaturbeständigen Feuerbeton mit eingearbeiteten Edelstahl-Ankern.
Die Ausführung erfolgte mit einem Kernteam von zwölf Feuerfest-Fachkräften, verstärkt durch vier Hilfskräfte für Logistik und Zuarbeit. Die Altauskleidung wurde maschinell abgetragen und über ein ausgeklügeltes Entsorgungskonzept mit Containersystem direkt aus dem Feuerraum abtransportiert. Die neue Auskleidung wurde in bewährter Mauerwerkstechnik mit Spezialmörtel verlegt, der Übergangsbereich als Ortbeton-Konstruktion gegossen.
Ein dedizierter SBS-Projektleiter koordinierte alle Arbeiten vor Ort und stimmte den Zeitplan täglich mit der Revisionsleitung ab. Durch vorausschauende Materialdisposition und konsequenten Zweischichtbetrieb konnten beide Linien innerhalb des geplanten Revisionsfensters fertiggestellt werden. Die gesamte Baustellenabwicklung verlief ohne einen einzigen meldepflichtigen Sicherheitsvorfall.
Zustand vor der Neuzustellung: Chloridkorrosion und Verschlackung im gesamten Feuerraum
Systematischer Rückbau der Altauskleidung mit direktem Containerabtransport
Verlegung der neuen SiC-Auskleidung mit speziellem Hochtemperaturmörtel
Abgeschlossene Neuzustellung – 280 m² Feuerraumfläche erneuert und abnahmefertig
Die wichtigsten Kennzahlen des Projekts „Neuzustellung Müllverbrennungsanlage"
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